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Pfarrei

Pfarrgemeinde St. Ullrich

Kirche St. Ullrich in St. Peter-Ording

Kirche St. Ullrich 50 Jahre Katholische Kirche St. Ulrich
unterwegs - miteinander - glauben
Diese drei Worte werden auf den Wellen getragen. Sie sind kennzeichnend für unsere Gemeinde, die aus Einheimischen und Gästen besteht. Kirche, Strand und Meer bilden eine Einheit und über allem scheint die Sonne des Herrn.

Bei den „Geburtstags-Vorbereitungen“ fielen der vorbereitenden Gruppe Schriftstücke und Fotos in die Hände. Einige davon können Sie in der Ausstellung 50 Jahre Katholische Kirche St. Ulrich auf Eiderstedt ab dem
4. Juli bis zum 31. Oktober in der Kirche bewundern.

Wollen auch Sie gratulieren?
Schreiben Sie uns eine Postkarte aus Ihrem Heimatort, z.B. mit Ihrer Verbindung zu St. Peter-Ording.
Oder schicken Sie uns eine E-Mail mit dem Stichwort „Glückwunsch St.Ulrich“. Die Glückwünsche werden zur Ausstellung dazu genommen. Unter den Teilnehmern werden fünf T-Shirts
mit dem Emblem "50 Jahre" verlost.
Quelle: www.tourismusseelsorge.de

 

Kirche St. Ulrich St. Peter-Ording

Südfenster, Künstler Erich Schickling

Seit 01. April 2005 gehören die beiden Kirchen St. Ulrich und St. Paulus auf Eiderstedt zur katholischen Pfarrei St. Knud in Husum. Die St. Pauluskirche steht in Tönning und wurde 1972 erbaut. Sie dient heute vorwiegend als zweiter Gottesdienstort. Die Kirche St. Ulrich in St. Peter-Ording wurde am 27. Oktober 1957 eingeweiht. Über dem Altar schwebte ein Bernsteinkreuz, dass heute in der Kapelle hängt. Die Kirche wird bald zu eng und so wird im Advent 1977 nach mehrjähriger Planung die Kirche erweitert. Zu Pfingsten 1979 wird die Kirche in ihrer jetzigen Form durch den Augsburger Bischof Dr. Stimpfle im Beisein von Pfarrer Kurth und dem damaligen Ministerpräsidenten von Schleswig-Holstein Dr. Stoltenberg wiedereröffnet.

Im Eingangsbereich der Kirche steht eine Reproduktion der romanischen Ulrichsstatue aus dem Augsburger Dom, von dem Künstler Alois Vogler. Ihren besonderen Glanz erfährt die Ulrichskirche durch die wunderschönen farbigen Glasfenster des schwäbischen Künstlers Erich Schickling aus Eggisried bei Ottobeuren. Zwei Seitenfriese, das Südfenster und zwei Marienfenster in der Kapelle lassen den Betrachter über vierzig biblische Motive aus dem Ersten und Neuen Testament entdecken. Nach den Entwürfen des Künstlers entstanden die Fenster in den Werkstätten der Regensburger Glaskunstanstalten Alfred Schwarzmayr in den Jahren 1979 und 1980. Vom gleichen Künstler stammt auch das eindrucksvolle Kreuz in Hinterglastechnik hinter dem Altar. Der Tabernakel enthält 7 große Bernsteine (Siebenzahl der Sakramente, Dreifaltigkeit und vier Elemente). Der Ambo verweist mit seinen 5 großen Bernsteinen auf die Wundmale Christi. Einige der Bernsteine stammen aus der Gegend.

Der Namenspatron ist Ulrich, Bischof von Augsburg und Diözesanpatron des Bistums Augsburg. Die Namensgebung drückt die frühreren vielfältigen Beziehungen der Pfarrgemeinde zum Bistum Augsburg aus; Beziehungen, die wieder neu geknüpft werden. Außerdem paßt der Hl. Ulrich mit seiner Vita auch gut an die Nordsee! So ist die Ulrichskirche die nördlichste Kirche mit diesem Namensgeber.

Die Pfarrgemeinde lebt im Miteinander von kleiner Diasporagemeinde – vor allem in den Wintermonaten – und den vielen Urlaubern und Kurgästen, die „Gemeinde auf Zeit“ sind und lebendiges Kirchesein ermöglichen.

St.Peter-Ording und die umliegenden Orte sind immer eine Reise wert! Die katholische Kirche St. Ulrich lädt ein zum Verweilen, Staunen und auch Beten. Seien Sie herzlich willkommen!

 

Heiliger Ulrich Bischof von Augsburg (4. Juli)

Innenraum von St. Ulrich, Hauptschiff

Seelsorge St. Ulrich war ein Zeitgenosse und enger Glaubensfreund des hl. Wolfgang von Regensburg. Beide lebten im 10. Jahrhundert, mithin zu einer Zeit, als in der Kirche Christi vieles im Argen lag (sog. saeculum obscurum): Teile des Klerus waren zu sehr mit weltlichen Dingen beschäftigt, Simonie (Ämterkauf) herrschte weithin vor, der Zölibat lag danieder, die religiösen Vorstellungen im Volk waren stark von heidnischem Teufels- und Aberglauben durchdrungen, die Ungarneinfälle hatten viele Gotteshäuser zerstört. ULrich wie Wolfgang aber waren von Gott dazu berufen worden, durch ihr Vorbild im Glauben und ihre pastorale Tatkraft am Aufbau und der geistlichen Erneuerung der süddeutschen Kirche mitzuwirken.

Als Sohn aus alemannischem Adelsgeschlecht 890 in Augsburg geboren, verbrachte Ulrich seine Jugend (etwa von 900-908) in einem Benediktinerkloster in St. Gallen (CH). Der benediktinische Grundsatz des Betens und Arbeitens (ora et labora) prägte die Spiritualität Ulrichs ein Leben lang. Er war ein unkomplizierter, einfacher Mensch, streng zu sich selbst, aber fürsorglich und freigiebig zu den Armen und Kranken, rastlos tätig im Dienst für Kirche und Krone. Bereits mit 33 Jahren wurde Ulrich zum Bischof geweiht (923). Ein halbes Jahrhundert lang sollte die Kirche von Augsburg unter dem Episkopat Ulrichs im Glauben wachsen und gedeihen können, bis ihn der Herr über Leben und Tod am 4. Juli 973 zu sich rief.

Historische Verdienste erwarb sich Ulrich freilich im Jahre 955, als die anstürmenden Ungarn Augsburg zu erobern drohten. Als Bischof und Reichsfürst sorgte Ulrich unter Einsatz seines Lebens für die erfolgreiche Verteidigung seiner Vaterstadt, bis schließlich am Laurentiustag (10. August 955) Otto d.Gr. den heidnischen Feind in der bedeutsamen "Schlacht auf dem Lechfeld" besiegen konnte. In den Jahren danach ließ sich Ulrich von seinen weltlichen Verpflichtungen, die ihm Otto d.Gr. anvertraut hatte, entbinden, um sich nur mehr den geistlichen Belangen seines Bistums widmen zu können: Die Hebung der theologischen Bildung des Klerus lag ihm ebenso am Herzen wie die sittliche und spirituelle Verinnerlichung des christlichen Glaubens beim Gottesvolk. Unermüdlich war er bestrebt, das seinem Episkopat anvertraute Volk durch regelmäßige Visitationen und Synoden im Glauben zu stärken und zu fördern.

Text Hl. Ulrich: Christian Wagner, Verlag Schnell & Steiner, Regensburg